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TU Berlin

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Rügendammbrücke Stralsund

(19.05.2006)

 

 

Lupe

Der Bau der 2. Strelasundquerung ist das derzeit größte Brückenbauprojekt in Deutschland.

Die Ostseeinsel Rügen hat sich mit ihren Sehenswürdigkeiten wie z.B. den weltberühmten Kreidefelsen zu einem der wichtigsten deutschen Tourismuszentren entwickelt, dessen Verkehrserschließung den steigenden Besucherzahlen nicht mehr gewachsen war.

Die einzige Verkehrsverbindung auf dem Lande zur größten deutschen Insel ist bisher die Bundesstraße 96, die gemeinsam mit einer Bahnlinie über den im Jahre 1936 fertig gestellten Rügendamm führt. Diese nur zweispurige Straße reicht vor allem an den Wochenenden der Sommermonate bei weitem nicht aus, um die täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge zwischen Insel und Festland zu bewältigen.

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Zudem wird der Verkehrsfluss täglich noch vier- bis fünfmal durch die Querung von Schiffen behindert, für die im Damm die Ziegelgraben-Hubbrücke geöffnet wird. Von den teilweise kilometerlangen Staus ist besonders auch die Stadt Stralsund betroffen, weil sie auf der Festlandseite am Ende des 2,5 km langen Rügendammes liegt. Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass sich das Fahrzeugaufkommen in den nächsten Jahren noch erheblich steigern wird.

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Das Kernstück der insgesamt 4.100 m langen 2. Strelasundquerung zwischen der Ortsumgehung Stralsund und der Anschlussstelle Altefähr bildet ein rund 2.830 m langer Brückenzug.
Das parallel zum bestehenden Rügendamm verlaufende Gesamtbauwerk setzt sich aufgrund unterschiedlicher Überbaukonstruktionen aus sechs Einzelbauwerken zusammen, nämlich den Vorlandbrücken Stralsund, der Ziegelgrabenbrücke, den Vorlandbrücken Dänholm und Strelasund sowie der Strelasundbrücke.

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Die Ziegelgrabenbrücke, eine Schrägseilbrücke, überspannt die ca. 330 m weite Wasserfläche mit einem trotz der 196 m bzw. 126 m Spannweite noch sehr schlanken Stahlüberbau, der von einem 128 m hohen Pylon aus von Seilabspannungen getragen wird.
Gerade durch die Asymmetrie ergibt dies ein elegantes und wohl proportioniertes Tragwerk. Die acht vom Pylon ausgehenden Seilpaare sind harfenförmig angeordnet und bilden einen besonderen Blickfang. Insbesondere der Gestaltung des 128 m hohen Pylons wurde größte Sorgfalt gewidmet.

Nach einem eingehenden Variantenvergleich erwies sich ein zweigeteilter Pylon mit einem Sockel aus Beton und einem schlanken Oberbauteil aus Stahl als die überzeugendste Lösung.
Auf diese Weise wird die Großstruktur aufgelöst und optisch verkleinert, der Eindruck von Massigkeit wird vermieden. Der Überbau wird dabei als „Überspannter Balken“ vom Unterbau getrennt und auf Brückenlagern abgesetzt.
Mit der konsequenten Übertragung der am Pylon der Schrägseilbrücke definierten Gestaltungselemente auf sämtliche Vorlandbrücken wird die erwünschte einheitlich-harmonische Bindung der sechs Einzelbauwerke trotz unterschiedlicher Bauart erreicht.

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